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Das Farbgurtsystem


Gürtelsysteme im Karate-2 [75 KB]


Prüfungen
( Prüfungsordnung-Stiloffen [204 KB] )

Zum Erlangen des nächsthöheren Schüler- bzw. Meistergrades werden Prüfungen nach einem festen Programm und einer Wartezeit, je nach Kyu- und Dan-Graden verschieden, abgelegt. Die Programme der Prüfungen unterscheiden sich von Verband zu Verband, gelegentlich gibt es sogar Unterschiede in einzelnen Dōjō. Das Ablegen der Prüfungen dient als Ansporn und Bestätigung des Erreichten, ähnlich wie in unserem Schulsystem. In den Prüfungen wird auf Technikausführung, Haltung, Aufmerksamkeit, Kampfgeist, Konzentration und Willen geachtet. Der Gesamteindruck entscheidet. Bei höheren Meistergraden (meist ab dem 5. Dan) erhöht sich der theoretische Prüfungsanteil erheblich. In einigen wenigen Organisationen werden diese Dangrade gar nur aufgrund besonderer Leistungen und Verdienste verliehen. Im Shotokai ist der 5. Dan (Godan) die höchste Auszeichnung.


Unsere Gürtelfarben



Unterstufe:

Mit Beginn des ersten Trainings erhält der neue Karateka den 10. Kyu. Dieser wird meistens durch das Tragen des weißen Gürtels im Training dargestellt.


9. Kyu: Erst nach der ersten Prüfung ist der Karateka offiziell berechtigt den weißen Gürtel (oder halbgelb) zu tragen. Die Prüfung zum 9. Kyu verlangt vom Karateka das Verstehen und Umsetzen verschiedener einfacher Techniken.

8. Kyu: Die zweite Stufe ist der gelbe Gürtel. Die einzelnen Grundtechniken werden weiter verbessert und oft in Kombinationen von Abwehr und Konterangriff geübt und trainiert. Das Training mit und am Partner wird intensiviert.

7. Kyu: Orange ist die Farbe der dritten Stufe und die letzte Farbe der Grundstufe. Der Anfänger verlässt das Stadium des puren Kopierens der Techniken vom Trainer und erlernt mit Hilfe des Trainers diese so umzusetzen, dass die Techniken seinem Körpervoraussetzungen gerecht werden. Es werden neue Partnerübungen vermittelt und trainiert.



Mittelstufe:

6. Kyu: Karateka der vierten, der grünen Stufe haben inzwischen die Grundtechniken erlernt und verstehen es, diese auch korrekt auszuführen und am Partner zu demonstrieren. Erste, komplexere Kombinationen können mit dem Partner trainiert werden. Das Katatraining wird intensiviert und Einblicke in die nächsten Schritte werden vom Trainer gewährt.

5. und 4. Kyu: Blau, die Grundlagen sind vermittelt, aber werden stetig weiter trainiert. In Verbindung mit komplexeren Kombinationen erlernt der Karateka den korrekten und fließenden Einsatz der Hüfte zur Unterstützung der einzelnen Techniken. Langsam, aber stetig wird der Karateka an freiere Kampfübungen herangeführt. Die Anwendung der Techniken aus Kata in realen Situationen (Bunkai) wird vermittelt. Es eröffnen sich automatisch neue Horizonte im Training. Diese Stufe ist schwerer als alle zuvor, daher gibt es zwei violette Gürtel.



Oberstufe:

3. bis 1. Kyu: Die sechste Farbe ist braun. Diese letzte Farbstufe ist bei weitem die komplexeste Stufe. Der Karateka muss es schaffen die bis hier Techniken zu verstehen. Das Verständnis für alles bis dahin erlernte muss soweit wachsen, dass der Karateka dieses auch weitergeben kann. Häufig sollte man in dieser Stufe auch die Möglichkeit ergreifen Trainingsstunden in den Unterstufen zu geben. Eine der schwierigsten Aufgaben ist es zu erlernen die Grundtechniken im Freikampf anzuwenden.



Unsere Gürtelfarben
Kyu und DAN Graduierungen

Ganz am Ende der Seiten findet ihr noch etwas zum „Nachdenken“

Mit Beginn des ersten Trainings erhält der neue Karateka den 10. Kyu. Dieser wird meistens durch
das Tragen des weißen Gürtels im Training dargestellt.
Man unterscheidet zwischen Meistern (schwarze Gürtel, Dan-Grade) und Schülern (farbige Gürtel,
Kyu-Grade). Als Karate-"Meister" gilt, wer die Dan-Prüfung, d.h. die Prüfung zum Schwarzgurt,
abgelegt und das Dan-Diplom erhalten hat. Bei den Schülergraden wird die Graduierung zusätzlich
noch durch die verschiedenen Gürtelfarben ausgedrückt.
Meistens dauert der Weg vom ersten Training bis hin zum ersten schwarzen Gürtel, der Shodan,
zwischen 8 und 12 Jahren.

Das Recht, den jeweils nächsthöheren Gürtel zu tragen erwirbt man durch das Ablegen einer Prüfung
vor einem lizenzierten Prüfer, bzw. vor einer Prüfungskommission aus mehreren Prüfern.
Es gibt insgesamt 10 Dan- und 10 Kyu-Grade (10.Kyu ist Anfänger):

9. Kyu / Weißgurt
Unterstufe
Erst nach der ersten Prüfung ist der Karateka offiziell
berechtigt den weißen Gürtel (oder halbgelb) zu tragen. Die
Prüfung zum 9. Kyu verlangt vom Karateka das Verstehen
und Umsetzen verschiedener einfacher Techniken.
Der Schnee liegt auf der Landschaft.
Der Lehrer sieht den Schüler nicht
Der Schüler sieht die Lehrer nicht.

8. Kyu / Gelbgurt
Unterstufe
Die zweite Stufe ist der gelbe Gürtel. Die einzelnen
Grundtechniken werden weiter verbessert und oft in
Kombinationen von Abwehr und Konterangriff geübt und
trainiert. Das Training mit und am Partner wird intensiviert.
Der Schnee schmilzt. Die harte, gefrorene Erde leuchtet
gelb.
Der Lehrer sieht nicht, ob der Schüler fruchtbar ist.
Der Schüler sieht nicht, ob aus dieser Lehre für ihn
Frucht wachsen wird.

7. Kyu /
Orangegurt
Unterstufe
Orange ist die Farbe der dritten Stufe und die letzte Farbe der
Grundstufe. Der Anfänger verlässt das Stadium des puren
Kopierens der Techniken vom Trainer und erlernt mit Hilfe
des Trainers diese so umzusetzen, dass die Techniken
seinem Körpervoraussetzungen gerecht werden. Es werden
neue Partnerübungen vermittelt und trainiert.
Die fruchtbare Erde leuchtet in der roten Abendsonne.
Der Lehrer sieht noch keine Frucht
Der Schüler keimt, kann aber noch nichts.

6. Kyu / Grüngurt
Mittelstufe
Karateka der vierten, der grünen Stufe haben inzwischen die
Grundtechniken erlernt und verstehen es, diese auch korrekt
auszuführen und am Partner zu demonstrieren. Erste,
komplexere Kombinationen können mit dem Partner trainiert
werden. Das Katatraining wird intensiviert und Einblicke in die
nächsten Schritte werden vom Trainer gewährt.
Ein Pflänzlein kommt?
Der Lehrer sieht, der Schüler versteht.
Der Schüler erkennt die Wirkung der Lehre.

5. Kyu und 4. Kyu /
Blaugurte (oder
Violettgurte)
Mittelstufe
Die Grundlagen sind vermittelt, aber werden stetig weiter
trainiert. In Verbindung mit komplexeren Kombinationen
erlernt der Karateka den korrekten und fließenden Einsatz
der Hüfte zur Unterstützung der einzelnen Techniken.
Langsam, aber stetig wird der Karateka an freiere
Kampfübungen herangeführt. Die Anwendung der Techniken
aus Kata in realen Situationen (Bunkai) wird vermittelt. Es
eröffnen sich automatisch neue Horizonte im Training. Diese
Stufe ist schwerer als alle zuvor, daher gibt es zwei violette
Gürtel.

5.Kyu:
Die Baumkrone reicht in den Himmel.

4.Kyu:
Der Lehrer sieht das Leben seines Samens.
Der Schüler sieht die Tiefe der Lehre.

3. bis 1. Kyu /
Braungurte
Oberstufe
Die sechste Farbe ist braun. Diese letzte Farbstufe ist bei
weitem die komplexeste Stufe. Der Karateka muss es
schaffen die bis hier Techniken zu verstehen. Das
Verständnis für alles bis dahin erlernte muss soweit wachsen,
dass der Karateka dieses auch weitergeben kann. Häufig
sollte man in dieser Stufe auch die Möglichkeit ergreifen
Trainingsstunden in den Unterstufen zu geben. Eine der
schwierigsten Aufgaben ist es zu erlernen die
Grundtechniken im Freikampf anzuwenden.

3.Kyu:
Der Baum hat feste Borke.

2.Kyu:
Der Lehrer sieht den Beginn selbständigen Lebens.

1.Kyu
Der Schüler sieht, fest gewachsen, den ersten Gipfel in
der Ferne.


1. DAN / Shodan
Der erste Schritte ist geschafft und der Weg in die
Meisterränge ist entscheidend kürzer geworden. Meistens
dauert der Weg vom ersten Training bis hin zum ersten
schwarzen Gürtel, der Shodan, zwischen 8 und 12 Jahren.
Während zu Beginn des Training der schwarze Gürtel oft als
ultimatives Ziel angesehen wird, so lernt man auf dem Weg
dahin, dass dieser gerade mal den ersten Schritt auf dem
Weg zum Meister ist. Der Weg ist das Ziel, nicht der Gürtel.
Spätestens mit Erreichen des Shodan sollte ein Karateka
Karate als Weg erkannt haben...
Das Wandeln der Stille.